Mittwoch, 30. September 2009

Kurze Berichterstattung

So, der erste Monat ist mittlerweile schon rum-man ging das schnell!!! In den letzten 1,5 Wochen ist hier nicht viel passiert, von dem ich erzählen könnte. Die Schule wurde die ganze letzte Woche um einen Abstellraum und einen Klassenraum erweitert und war wegen der Bauarbeiten geschlossen. Daher hatte ich nur einmal am Tag 1 Stunde Arbeit- Englischunterricht. Mittlerweile habe ich nämlich mit Englisch angefangen und habe schon eine stattliche Klasse von 20 Leuten zusammen. Hierbei sollte man aber bedenken, dass hier alles etwas lockerer gesehen wird und daher nie alle da sind. der Durchschnitt liegt bei 10 Teilnehmern. Ich lerne jetzt Schritt für Schritt Unterricht auf Spanisch zu geben. Die Teilnehmer haben alle am Wochenende in Rivas Englischstunden und nutzen eben die Stunden im Projekt, um alles weiter auszubauen. "Sie sind keine Anfänger" bedeutet, dass sie so auf dem Wissensstand von einem 5. Klässler sind. Je nachdem, wer da ist, sind die Stunden sehr lustig. Entweder wir wiederholen Themen vom Wochenende oder singen "If you´re happy and you know it" oder (das geht speziell an dich Marci) lesen die ersten 25 Stellen von Pi auf Englisch um die Wette vor. Das ist eine super Übung für die Aussprache :P. Seit Montag sind die Kinder wieder da und es ist wieder richtig Leben in der Bude. Was im Laufe der Woche noch folgt, wird sich zeigen :)

Dienstag, 22. September 2009

Bilder von meinem Geburtstag und anderes

(Die Bilder sind in umgekehrter Chronologie hochgeladen, zu sehen an den Daten auf den Bildern) Endlich: Mein neues Regal!!! Die Pinata, nachdem sie von uns allen verprügelt wurde :) Einer unsere kleinsten Projektbesucher versucht die Pinata zu treffen Alle beobachten gespannt ein paar Mädels beim Tanzwettbewerb Die Kinder haben mir in Gruppen Lieder vorgesungen, das ist die mittlere Gruppe- so süüüß Reyna, eine der Lehrerinnen begrüßt alle und erklärt den Kindern, warum es auf einmal eine Pinata gibt :) Ich und die kleine Schwester von Timena, einem Kind im Projekt -ich könnte sie den ganzen Tag kuscheln! Mein erster Skorpion, wie er gemütlich auf der Seitentasche meines Trekkingrucksacks sitzt. Vermutlich hab ich ihn aus El Palmar mitgebracht, als ich auf den Bus gewartet hab. Ich und mein Geburtstagsessen: Tacos mit Hähnchen und Salat- mmmhhhhhh!!! (Wer braucht schon Kuchen?) Die Tacos von Idalinas Mama auf dem Herd Mein fertiges Geburtstagsessen :) Idalina und die Kinder, die erwartungsvoll auf die Pinata starren- welch ein Ereignis in El Palmar Die Bibliothek des Projekts in Tipitapa, während die Freiwilligen eine Kunstaustellung besprechen. Ich und ein Chonpipe von Idalinas Familie (also ein Truthahn) Ein Baum vor Idalinas Haus, in dem es sich die Hühner der Familie gemütlich gemacht haben und zu guter Letzt ein Bild der Fledermaus, die sich wegen eines Regengusses nachts in unser Hotelzimmer auf Ometepe geflüchtet hat und die ich morgens neben meinen Flipflops fand :) schnuckelig, das arme Tier!

Mein Geburtstag und meine letzten Trips

Nachdem ich von Ometepe zurück war, habe ich 2 Tage bei Idalina verbracht, einer Nica, die mit einem ehemaligen Freiwilligen aus Deutschland zusammen ist. Ich hab ein paar ihrer Freunde kennengelernt und wir haben im Fluss Fische und Flusskrebse gefangen- Idalina und ich haben sie dann zu Mittag gegessen (natürlich fritiert und mit Reis und Bohnen!). Am Dienstag bin ich dann mit dem Bus nach Tipitapa gefahren, um die anderen Freiwilligen aus Deutschland zu besuchen. Was für ein Trip! Leider gibt es davon kaum Bilder, da es in Tipitapa nicht ratsam ist, ständig mit einer Kamera rumzulaufen. Während den 3 Tagen in Tipitapa haben wir folgendes gemacht:
  1. Ich war im Kino (lustige Sache, das Kino wird per Klimaanlage auf ca. 18 Grad herabgekühlt und der Film war auf Englisch mit spanischem Untertitel)
  2. Ich war in den Thermalen (Tipitapa hat heiße Quellen und von denen wird Wasser in verschiedene Becken gepumpt, in denen man dann baden kann-seeeehr entspannend)
  3. Wir haben einen Filmabend gemacht (im Hinterhof des Projekts und da die Filme erst um 4:30 morgens fertig waren, haben wir die letzte 3/4 Std bis es hell war noch ein bisschen dort geschlafen)
  4. Zu guter Letzt waren wir tanzen! (1 Liter Bier: 1,50€ in der Tanzbar und ich hab gelernt wie man hier tanzt. Obwohl die Partys hier so um 12 oder 1 nachts enden, war das eine der besten Partys meines Lebens - wohlgemerkt waren wir 12 Leute und es waren höchstens nochmal so viele in der Bar, also war das Teil fast leer)
Während der Zeit in Tipitapa habe ich bei einer Frau gewohnt, die beim Deutschen Entwicklungsdienst arbeitet und seit 12 Jahren hier lebt.
  • Mein Geburtstag
Danach bin ich zurück zu Idalina gefahren und hab meinen Geburtstag bei ihr verbracht. Morgens sind wir zusammen in ihre Uni, weil sie eine Präsentation hatte. Danach kamen nachmittags die Kinder der Nachbarschaft und wir haben eine Pinata zerschlagen. So um 7 abends kamen dann Nachbarn zur Party, allerdings ca. 30 Männer und 4 Frauen... Das machte das Tanzen also zu einer Art Bühnenshow, da hier immer paarweise getanzt wird und natürlich dann einige Männer übrigblieben-sehr gewöhnungsbedürftig. Gestern bin ich dann zurück ins Projekt gefahren, und wir haben eine Pinataparty gefeiert. Die Kinder haben viele Lieder für mich gesungen, wir haben Spiele gespielt, es gab einen Tanzwettbewerb und zum Schluss musste die Pinata dran glauben. Die Kinder haben unglaublich viel Spaß gehabt und ich dementsprechend auch :) Davon gibt es wiederum auch nicht so viele Fotos, da ich fast alles gefilmt habe :P Nach der Party habe ich meine erste Englischstund gehabt- über Körperteile. Hat sehr viel Spaß gemacht, wir haben zum Beispiel Head, shoulders, knees and toes gesungen. Alles in allem war es eine fantastische Woche und ich kann mich jetzt voller Inspiration dem Projekt widmen :)

Mittwoch, 16. September 2009

Bilder der Vulkantour auf dem Vulkan Concepción

Hier sieht man das Schild, das ankuendigt, dass es mit dem Aufstieg losgeht
SO ungefaehr sah der GANZE Weg aus, den wir bis zur 1000m Grenze bewaeltigt haben
Hier ein kleiner Ausschnitt des Dschungels um uns rum
Nikola aus Australien und ich kurz vor Ende der ersten Etappe (Im Hintergrund sieht man den Westen der Isla de Ometepe, 950m unter uns)
Unser Gruppenfoto auf 1000m, vorne links das ist Erick, unser Tourguide (eine Nica fehlt, weil er das Foto gemacht hat)
Das ist der Blick vom 1000m-Plateau auf den Gipfel, das wo die Wolken anfangen, war unser Ziel
Rastplatz auf 1100m mit Sicht auf die Insel und das 1000m-Plateau
Unser Aufstieg auf 1200m, in Wolken gehuellt und voller Geroell
Zu guterletzt ein Bild von mir, wie ich zwischen den Lavafelsen rumklettere. (aufgenommen ein paar Sekunden, nachdem ich abgerutscht bin :P)

Montag, 14. September 2009

Isla de Ometepe

Wow, das war ein Wochenende! Am Samstag bin ich nach Ometepe gefahren, also Bus nach Rivas, Taxi nach San Jorge und mit der Faehre nach Moyogalpa auf Ometepe. Auf dem Boot nach Moyogalpa habe ich eine Australierin kennengelernt, Nikola, die kein Spanisch konnte, und da hab ich ihr etwas geholfen. Auf Ometepe steuerten wir beide das erste Touristenbuero an und buchten zusammen eine Tour: eine Halbtagstour auf den Vulkan Concepcion, Beginn Sonntagmorgen um halb neun, Kosten 15 Dollar. Bei der Anmeldung mussten wir ein Hotel angeben und haben das genommen, was uns empfohlen wurde. Da das Hotel nur Doppelzimmer fuer 30 dollar pro nacht hatte, haben wir uns kurzerhand ein Zimmer geteilt. Da wir nun sowieso schon zusammenwaren, sind wir was essen gegangen. Als wir dann zurueck zum Hotel kamen, rief Erick, unser Tourguide, nach uns, um uns mitzuteilen, dass noch 4 Nicamaenner aus Managua diesselbe Tour machen wollen und ob wir was dagegen haetten, da sie bis zur Spitze laufen wollten und nicht nur bis zur Baumgrenze, wie wir.
  • Planaenderung:
So aenderten wir unsere Plaene dahingehend, dass wir nun nicht 6 Stunden, sondern 10 Stunden klettern und die Spitze des Vulkans erklimmen wollten, ausserdem ging es schon um 6 Uhr los.
  • Los gehts!
Am naechsten morgen um halb 7 gings dann auf zum Ausgangspunkt und der Aufstieg begann. Waehrend wir so durch den Dschungel stapften, sah ich riesige Schmetterlinge, Affen, Kaffeebaeume, Anisstraeucher und noch so einiges mehr. Die Natur auf dem Weg nach oben war alleine schon sehr interessant. Aber als wir dann oben ankamen...
  • Die Baumgrenze:
Der Blick von 1000m Hoehe war echt der Hammer. Da wir gutes Wetter hatten, konnten wir ueber die Insel hinaus sogar noch das andere Ufer des Sees erkennen. An diesem Ort blieben wir dann eine Halbe Stunde um uns auszuruhen, das war etwa um 10 uhr. Nun hatte uns aber der Ehrgeiz gepackt weiter hinauf zu klettern...
  • Die letzten 200m:
Wir machten uns an den harten aufstieg der naechsten 200m und nach einer std tortur kamen wir endlich an. es war nicht der gipfel des vulkans, der ist fast unbesteigbar, aber immerhin der hoechste punkt an den normale menschen wie ich klettern koennen. Unglaublich! Nach etwa einer std da oben, mussten wir dann wieder zurueck, denn es standen noch 4 stunden abstieg vor uns. der ging recht schnelle und unspektakulaer von statten.
  • was bleibt:
ich habe muskelkater am ganzen koerper, 3 blasen an den fuessen und bin hundemuede...darueberhinaus habe ich aber wunderschoene fotos und eine fantastisches we mit tollen erfahrungen. bei gelegenheit werde ich noch ein paar fotos hochladen, aber dazu habe ich im moment keine zeit... liebe gruesse an alle, ich habe es ueberlebt :P

Samstag, 12. September 2009

Fotos, endlich :)

Hier sind endlich mal ein paar mehr Bilder. Einige Impressionen meiner Zeit bisher: Die Kinder malen Mandalas und toben sich dabei künstlerisch aus Einmal Reis, Bohnen und Nudeln für alle (Ich liebe das Essen hier, im Ernst) Martha über und über mit Glitzer bestreut, nachdem sie ihre Steine verziert hat Das Ergebnis unserer Malsession an der Hauswand der Schule Ich am Geländer der Bar im Magnific Rock Hotel, mit Blick auf den Pazifik Die Kinder beim Entwickeln neuer Spiele mit Gummitwists. Hier: 3 Leute werden gefesselt, wer sich zuerst befreit hat, hat gewonnen. Anyelo mit Bällen und Gerald -mein neues Lieblingskind- mit meinem Diabolo Ein Vögelchen, das ich kurzzeitig in meinem Zimmer hatte und das nicht wieder veschwinden wollte Ich am Strand, während meines Morgentrips Einige Kinder, nachdem wir zusammen Steine vom Strand bemalt haben Popes Kater Tiger, der sich in mein Zimmer geschlichen hat, um auf meinen Klamotten zu schlafen Treppe zu Popes Zimmer, nach einem Regenguss Die Kinder beim Bemalen einer Wand der Schule mit Handabdrücken Straße in Rivas mit Blick auf die Isla de Ometepe und den Vulkan Concepción Sonnenuntergang am Strand, fotografiert vom Magnific Rock Hotel Bild von meinem Lieblingsplatz am Strand, unter den Bäumen

Freitag, 11. September 2009

Kurz und knackig

Da ich heute nicht viel Zeit am Internet habe, schreibe ich nur kurz: Ab morgen mache ich mich auf den Weg nach Ometepe, wo ich hoffentlich morgen nachmittag ankommen. Ometepe ist die große Vulkaninsel im Lago Nicaragua, ganz in meiner Nähe. Ich werde hoffentlich eine Vulkantour machen und ein bisschen die Insel erkunden können. Am Montag werde ich dann mit dem Bus nach Tola fahren, das ist der Ort zwischen Rivas und meinem Wohnort. Dort treffe ich mich dann mit Idalina, einer Einheimischen, die mit einem Ehemaligen Freiwilligen aus Deutschland zusammen ist und die sich ein bisschen um mich kümmert :) Ich habe die ganze Woche frei, weil Montag und Dienstag hier Nationalfeiertage sind und das Projekt die ganze Woche geschlossen ist. Daher werde ich vllt am Mittwoch nach Tipitapa fahren und dort Malindi besuchen, eine Freiwillige aus Marburg, die auch gerade hier ist. Alles weitere dann von unterwegs... Liebe Grüße an alle :)

Montag, 7. September 2009

Rivas

Das Wochenende habe ich in Rivas verbracht. Rivas ist die größte Stadt im Umkreis und meine Anbindung an die restliche Welt, weil da alle Busse abfahren. Rivas muss man sich ungefähr so wie Biedenkopf vorstellen, allerdings nur von der Größe her. Es gibt ein ganz nettes Zentrum mit einem Park, um den herum sich alles wichtige befindet. Zwei Banken, FastFood Restaurants, ein großer Supermarkt, ein Luxushotel und ein Callcenter, von dem ich wunderbar nach Deutschland telefonieren kann. Ansonsten wars das aber auch. An sich ist Rivas eine sehr angenehme Stadt. Man kommt wunderbar zu Fuß überall hin, wenn man weiß, wo es langgeht. Sollte man sich, wie ich einmal, ganz übel verirrt haben, hält man einfach ein vorbeifahrendes Ciclo an und lässt sich an sein entsprechendes Ziel fahren. Ciclos sind Fahrradrikschas, die einen für 10 C$, also rund 40 Cent überall hinfahren. Dabei kann man sehr viel von der Stadt sehen. Blöderweise haben die Leute in Rivas das mit den Touristen noch nicht so ganz raus. Das Museum hier und das Touristenbüro mit Stadtplänen und so sind am Wochenende geschlossen... Am Plaza, also dem Zentrum, gibt es ein tolles Restaurant, das schon zu meinem Liebling geworden ist: Pizza Hot. Da gibt es richtig leckere Burger mit Pommes für 2€. Allgemein wird man als weiblicher Tourist, so wie ich einer bin, in Rivas sehr gut "umsorgt". Wenn man die Straße runterläuft, ruft ständig jemand "TAXI??" oder CICLO??". Gestern bin ich mit einem Ciclo zur Bushaltestelle gefahren und noch bevor ich aussteigen konnte, standen 4 Taxifahrer vor mir und wollten mich irgendwohin fahren. Meine Unterkunft war genauso, wie man es für 6,50€ pro Nacht erwarten kann: heiß, ohne eigenes Bad und beengt, aber immerhin mit Fenster und sauber. Heute morgen habe ich meinenRückweg ins Projekt angetreten und konnte meine erste Busfahrt erleben. Ach du meine Güte!
  • Bus
Busfahren in Deutschland: Lächerlich! Es fängt hier so an: Der Bus steht an der Haltestelle und jeder, der vorbeikommt, bekommt lautstark von einem sozusagen zweiten Busfahrer zugerufen, wo der Bus hinfährt. Während man im Bus auf die Losfahrt wartet, bequatschen einen ununterbrochen irgendwelche Straßenhändler und wollen einem Socken, Obst, Pommes, Eis, Getränke, Stifte oder DVDs verkaufen. Wenn der Bus dann endlich voll ist, geht die Fahrt los. Der Busfahrer fährt und seine beiden Mitarbeiter, sozusagen, tun das ihrige. Einer sammelt von jedem das Geld für die Fahrt ein und der andere steht in der offenen Tür und hält Ausschau nach Leuten, die mitfahren wollen. Wenn man dann endlich richtig losgehfahren ist, heißt es Geduld haben. Der Bus hält auf dem Weg von Rivas nach Limon Dos ungefähr 50 Mal an, aber nicht an bestimmten Stellen, sondern da, wo Leute klarmachen, dass sie mitfahren bzw. aussteigen wollen. Während der ganzen Fahrt wird man an irgendwelche Menschen gedrückt und gut durchgeschüttelt, während man hofft, dass der Bus nicht auseinanderfällt.

Donnerstag, 3. September 2009

Der Strand und die Natur

Der Strand ist einfach unglaublich und wunderschön. ebenso auch die ganzen interessanten Pflanzen. Hier sind Mal ein paar Fotos:

Mein Tagesablauf

Mein normaler Tag sieht bisher folgendermaßen aus:
  • 5:00 Sonnenaufgang
  • 5:30, spätestens um 6:00 aufstehen (klingt früh, aber hier ticken die Uhren anders, man kann dan einfach nicht mehr schlafen)
  • 6:00 Duschen und anziehen (Eiskaltes Wasser, aber nach einer Nacht bei 30° eine wahre Wohltat.
  • 6:20 Zimmer aufräumen
  • Bis ca. 7:00 frühstücken und Sachen für den Strand packen.
  • Ab 7:00 (heute etwas später) zum Strand gehen und sich dabei von den Leuten anstarren lassen, weil man so weiß ist.
  • 9:30 (ungefähr) auf den Rückweg machen
  • Ab 10:00 machen, wonach einem der Sinn steht (z.B. Cola im Dorf kaufen gehen, weil das Wasser hier so eklig ist)
  • Ab 12:00 kommen die ersten Kinder
  • Ab 13:00 geht das Programm los: Begrüßung, Hausaufgaben, Sonstiges (gestern haben wir Armbänder gemacht, dazu gleich mehr)
  • 15:30 Programmende, Essen für alle
  • 16:00 die Kinder gehen nach Hause
  • Ab 16:00 Freie Zeit für mich
  • 17:30 Sonnenuntergang
  • 18:30 meistens meine Schlafenszeit, weil ich dann einfach fertig bin (daher auch das frühe aufstehen. Der Tag fängt hier aber vor allem so früh an, weil es zwischen 6:00 und 8:00 am angenehmsten ist.)

Dienstag, 1. September 2009

Meine ersten Tage

Hallo alle zusammen! . Jetzt bin ich also endlich da und beginne mein Abenteuer. aktuell ist es halb 11 und um die 30° C. Ich hab allein jetzt schon so viele interessante Eindrücke, dass ich das mal in Kategorien aufteile:
  • Anreise:
Meine Anreise war ziemlich hart. Der Flug nach Miami war ziemlich ungemütlich und fühlte sich noch länger an, als er eh schon war. Am Föughafen lief alles ganz gut, ich habe sogar eine nette alte Lady aus Matagalpa hier in Nicaragua kennengelernt, die mir ALLEsüber ihr Leben erzählt und mich zu sich eingeladen hat. Nach 6 Stunden Wartezeit konnte ich weiterfliegen und war endlich um halb neun Ortszeit in Nicaragua. Pope hat mich vom Flughafen abgeholt und wir sind zu einem Hotel gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir bei einem Fastfoodimbiss ala McDoof angehalten und haben immerhin innerhalb von 40 Minuten was zu Essen bekommen... Danach gings sofort ab ins Hotel und ins Bett. . Am nächsten Morgen sind wir dann nach Limon dos gefahren. Auf dem Weg haben wir Transporter mit haufenweise Zeug drauf und noch Leuten ganz oben sitzend gesehn, unglaublich viele Tiere und noch mehr interessante Häuser und Menschen...ich kann gar nich alles aufzählen. gegen Mittag waren wir dann im Projekt.
  • Das Projekt
Das Projekt liegt doch nicht direkt am Strand, aber völlig im Grünen. Ich habe ein schönes Zimmer, aber leider keine Schränke. Also muss ich vorerst wohl aus dem Koffer leben, bis mir was besseres einfällt. . Gestern, an meinem ersten Tag, waren nicht viele Kinder hier, vllt 12. Ich war bei der kleineren Gruppe und habe Christián, der Lehrerin, bei ihrer arbeit zugesehen. Soweit ich das bisher verstanden habe, soll ich bald Englischunterricht geben, in dem Stil wie Rachel, die letzte Freiwillige, das getan hat. Es bleibt spannend. Ein Mädchen im Projekt wird von Pope liebevoll "Pest" genannt, weil sie so anhänglich ist, und das ist sie wirklich.
  • Limón Dos:
Laut Pope ist in Limón Dos der Klatsch und Tratsch das Wichtigste. Es wird wohl erzählt er wäre der alte Mann, der ständig alle jungen Mädchen flachlegt und schlimmeres. Vor 1,5 Stunden hat Pope mir den weg zum Strand gezeigt und hat erzählt, dass die bisherigen Freiwilligen jeden Morgen dorthin gelaufen sind. Ich kann verstehen warum, er ist wirklich schön und sehr ruhig. Außerdem sagte Pope, dass die anderen bei ihrem Rückflug "hübscher" waren, als vorher, weil sie durch die Strandgänge usw abgenommen haben und natürlich braun waren... sowas lässt ja hoffen ;)
  • Flora und Fauna:
Die Landschaft hier ist einfach großartig. Alles ist grün und zugewachsen und es gibt nur wenig Pflanzen, die ich kenne. Bei den Tieren ist das etwas anders. Nicht nur, dass wir Pferde als dierekte Nachbarn haben und Pope zwei Katzen hat... Die Pferde kommen, wenn es abend wird zur Schule und fressen da weiter, weils sie Angst im Dunkeln haben (laut Pope). Außerdem laufen hier ständig Hühner und Schweine rum. Es ist also immer ein Abenteuer aus dem fenster zu gucken. Ich als Obstliebhaberin habe hier mein Paradies gefunden, weil es hier so viel neues Obst gibt. Bisher habe ich Bananen, Melone, Ananas und Mango gegessen. Ja, alles bekannte Früchte, aber sie schmecken hier viel besser als in Deutschland- und die Ananas ist fast weiß.
  • Spanisch:
Bisher haperts noch etwas mit den Sprachkenntnissen, aber alle im Projekt haben gesagt, dass man das hier sehr schnell lernt. Immerhin habe ich noch Pope, der sich mti mir auf Englisch unterhält. . . . So, das wars fürs Erste. Mir geht es also ganz gut, wie man merkt. Ich fühle mich noch etwas alleine, wegen der fehlenden Sprachkenntnisse, aber das wird schon. Liebe Grüße aus dem heißen und sonnigen Nicaragua!!!