Samstag, 24. Oktober 2009

Spende fuer die Escuelita

Abgesehen von Papier, Stiften und dem Kleinzeug, was man so fuer eine Schule braucht, haben Clara und ich jetzt unsere erste groessere Ausgabe der Spendengelder getaetigt. Wie ich ja schonmal geschrieben habe, wird jeden Tag fuer die Kinder gekocht. Die Bohnen werden immer fuer eine oder zwei Wochen vorgekocht und eingefroren. Da das Kochen sehr lange dauert (3 Stunden) und Gas fuer 3 STunden zu teuer ist, werden sie draussen auf einer Feuerstelle gekocht und die Frauen muessen immer Holz nachlegen. Das Ganze sieht dann so aus: Um Abhilfe zu schaffen, haben Clara und ich jetzt einen Schnellkochtopf gekauft, sodass alles schneller und guenstiger geht. Zusaetzlich haben wir noch eine neue Pfanne und nuetzliche Kleinigkeiten gekauft, wie z.B. einen Schneebesen.
  • Kommende Entwicklungen in der Escuelita:
  1. Dieses Wochenende wollen wir ausserdem fuer jedes Kind eine Zahnbuerste und Zahncreme aufen und das Ritual einfuehren, dass wir uns nach dem gemeinsamen Essen die Zaehne putzen. Einige Kinder haben naemlich wirklich schlechte Zaehne und haben vermutlich noch nicht oft eine Zahnbuerste benutzt. So tun sie es wenigstens einmal am Tag im Projekt.
  2. Des Weiteren werden wir ein Waschbecken installieren, gebaut aus einer Plastikwanne und einem Gartenschlauch, damit die Kinder sich dort die Zaehne putzen koennen. Der Boden unter dem Wasserhahn besteht bisher nur aus 4 Fliesen und Matsch, sodass wir eine rechteckige Flaeche ausheben und mit Kieseln vom Strand auffuellen wollen, um alles etwas sauberer zu halten.
Da wir jetzt zu zweit sind, wollen wir vor dem Hausaufgabenteil, der ca. um 13:15 Uhr beginnt, Interessengruppen aufbauen, die von 12 Uhr bis 13 Uhr stattfinden. Clara moechte SToffe kaufen udn den Kindern naehen beibringen und ich moechte eine Selbstverteidigungsgruppe fuer die Maedchen aufbauen. Ja, es klingt unfair, da wir die Maedchen bevorzugen, aber das ist genau der Sinn.
  • Ein sehr schlauer Mensch, dessen Namen ich nicht mehr weiss, hat mal gesagt: Wenn man das Wesen einer Gesellschaft aendern will, muss man die Frauen aendern. (Tut mir leid, Maenner, aber es ist so)
Daher zielt das Projekt darauf hin, dass die Maedchen Selbstvertrauen bekommen und soweit erzogen werden, dass sie wenigstens auf dem Stand der 7. Klasse sind. Der Effekt ist folgender: Sie heiraten spaeter, haben weniger Kinder, fuehren den Haushalt besser, die Kinder sind beser erzogen und gesuender und die sozialen Kompetenzen sind besser ausgebildet. Daher werden wir das jetzt noch gezielter in Angriff nehmen. Sobald wie moeglich werde ich Bilder von unserm "Zaehneputzen" hochladen- wir wollen am Montag damit anfangen. Alles weiter folgt :)

Clara ist da :)

Clara ist mittlerweile im Projekt angekommen. WIr haben unser komplettes Zimmer umgeraeumt und ihr Bett reingequetscht- erstaunlicherweise haben wir jetzt mehr Platz als vorher. -->Clara, Yirlany und ich im "neuen" Zimmer -->Clara und ich am Strand in der "Fluch der Karibik-Huette", aus der wir eine Bar machen, falls wir beruflich nichts erreichen... ALs ich Clara den Strand gezeigt habe, sind wir auf einem sehr schoenen Felsen rumgeklettert und haben 2 Nicas getroffen, die Cucarachas gesammelt haben- eine Muschel, die ich schonmal hier gegessen habe. Momentan regnet es sehr viel und daher sind die Insekten noch schlimmer, wenn es trocken ist. An einem Abend war alles voller Kaefer und ich hatte einen riesen Grashuepfer auf meiner Hose sitzen. In Costa Rica habe ich ein Stueck Heimat gefunden :) Mmmhh, lecker Kirschmarmelade von Schwartau An einem Tag hat es 7 Stunden geregnet und auch nicht gerade wenig. Da habe ich ein bisschen das kuehle Nass genossen und bin durch den Regen gelaufen, sehr zur Freude der Kinder, die sich vor Lachen nicht mehr eingekriegt haben :)

Dienstag, 20. Oktober 2009

Costa Rica

Wow, was uer ein Wochenende... Es fing erstmal damit an, dass Clara frueher kam, als wir dachten, weil Pope das mit den Daten durcheinandergebracht hatte. Statt heute kam sie schon Sonntagabend an. So sind wir also Sonntagmorgen um 8 Uhr los zur Grenze. Da Pope frueher staendig aus-und wieder einreisen musste (bevor er ein Dauervisum hatte), hatte er zwei Freunde an der Grenze parat, die alles fuer uns erledigen konnten-in der Haelfte der Zeit.
  • Anekdote: Am Grenzuebergang muss man durch eine Art Waschanlage fahren, in der das Auto -angeblich- mit irgendeinem Desinfektionmittel besprueht wird. Dafuer wiederum muss man Geld bezahlen. Pope vermutet, dass es jedoch nur Wasser ist... Der tiefere Sinn ist einfach nur Geldmacherei.
Nach dem Akt an der Grenze sind wir dann noch 4 Stunden durch Costa Rica gefahren, bis wir dann am Flughafen waren. Allerdings mussten wir noch 5 Stunden Wartezeit ueberbruecken... So haben wir was gegessen, und danach im Auto gewartet. Nach unzaehligen Problemen auf der Hinfahrt kam dann endlich das richtige Flugzeug in Costa Rica an und mit ihm Clara :) Wir sind dann noch 3 Stunden Richtung Grenze zurueckgefahren und um 1 Uhr in einem Hostel eingekehrt, um am Morgen nicht so frueh losfahren zu muessen.
  • In dem Ort, wo wir geschlafen haben, haben wir dann am naechsten Tag eingekauft, u.a. einen Dampfkochtopf und andere Kuechenutensilien fuer die Schule (Fotos folgen).
Um Mittag sind wir dann wieder zur Grenze und waren gegen 3 Uhr nachmittags wieder in Rivas, wo wir heute Nacht geschlafen haben. --> In Mittelamerika gibt es auch "Maggi", allerdings auch Sorten, die es bei uns nicht gibt: "Sopa de Frijol", also Bohnensuppe, von den Bohnen, die es hier jeden Tag gibt. Das Bild ist aus Liberia, dem Ort in Costa Rica nahe der Grenze nach Nicaragua, wo wir geschlafen haben. Um es gleich zu beantworten: Nein, ich habe es nicht gekauft und ja, wenn man lange genug in einem Supermarkt gearbeitet hat, achtet man genau auf das, was es in anderen Supermaerkten gibt :) Hier ein nettes "Danke" an Edeka!
  • Nachtrag: Letzte Woche Samstag waren alle Kinder fuer ein Foto im Projekt. Das Foto ist fuer Weihnachtskarten gedacht, die die Spender aus Amerika als Dankeschoen geschickt bekommen. Alle Kinder kamen herausgeputzt ins Projekt und mussten sich in Rei und Glied aufstellen :
Sobald ich das Originalfoto habe, werde ich es hier online stellen, aber erst an Weihnachten :) SO wie es gedacht war.

Montag, 19. Oktober 2009

Ein aufregendes Wochenende

Dieses Wochenende stand die Ankunft von Clara an, der anderen Freiwilligen aus Deutschland. Pope und ich sind zusammen die abenteuerliche Reise nach Costa Rica angetreten, von der ich im naechsten Eintrag noch mehr berichten werde. Wir hatten mit einigen Problemen zu kaempfen, die wir letztendlich mit viel Geduld bewaeltigen konnten. Mehr bei Gelegenheit...

Sonntag, 11. Oktober 2009

Granada

Dieses Wochenende war ich spontan in Granada. Pope und Frank hatten ein paar Dinge in Granada zu erledigen und haben mich im Auto mitgenommen. So bin ich hier gelandet. Als ich im Park rumsass, hab ich einen Touristenfuehrer kennengelernt, der mir bei der Hotelsuche geholfen hat. Ich hab eine Tour in einer Kutsche durch die Stadt gemacht und mich anschliessend fuer eine Canopytour angemeldet. Eine Canopytour ist sowas wie der Hochseilgarten in Wetzlar- allerdings nur der Teil, wo man an den Stahlseilen durch den Wald rutscht.

  • Das ist eine der vielen Kirchen in Granada, die ich waehrend meiner Kutschfahrt gesehen habe.
So bin ich also heute morgen zum Touristenbuero und die Tour ging los. Hier zu sehen ist ein Ausschnitt des Waldes, in dem das alles stattfand-kuschelig

  • Das bin offensichtlich ich, waehrend ich mich durch den Urwald schwinge.
  • Leider ist bei dem Bild mein Kopf nicht drauf, aber da rutsche ich gerade kopfueber. Der Guide diente dazu, zu bremsen und meine Beine oben zu halten :P Interessanter Job sag ich mal.
Ich bin auch nochmal alleine kopfueber gerutscht, als es nicht so steil war und man nicht bremsen musste. Das Beste aber war "Superchica"! Wie Superman bin ich mit dem Kopf voran gerutscht, die Arme von mir gestreckt, als wuerde ich fliegen. Etwas, was den Job als Guide noch interessanter macht, da man den Guide wieder zum Bremsen brauchte und ich mich daher mit meinen Beinen an ihm fetsklammern musste. Davon hab ich aber kein Foto, weil das Bild auf der Kamera von einer anderen aus der Gruppe ist.
  • In meiner Gruppe waren 3 Maedels aus den USA, die in Costa Rica studieren und 5 Maedels aus Norwegen, die in Lateinamerika rumreisen.
Alles in Allem war die Tour ganz lustig, aber viel zu kurz fuer den Preis, den ich bezahlt habe. Aber Spass kostet eben :) Vorrausgesetzt ich kriege die Bilder, hat es sich auf jedenfall gelohnt :P
  • Ich will auf jeden Fall nochmal nach Granada und mir die "Isletas" (354 kleine Inselchen im Lago Nicaragua) und den Vulkan Mombacho angucken. Irgendwie haben es mir die Vulkane angetan.

Ich bin trotz der vielen Aktivitaeten, die man hier machen kann, aber ganz froh, dass ich nicht hier im Projekt arbeite, weil es hier einfach viel zu viele Moeglichkeiten zum Geldausgeben gibt... Mal sehen, was ich das naechste Mal mache, wenn ich hier bin.

  • Meine letzte Woche alleine bricht morgen an. Clara, die andere Freiwillige aus Deutschland, kommt am 20.10. ins Projekt. Mal sehen, was wir dann alles unternehmen.